Zeitreise durch das Funkhaus Ost | Berlin

Das Baudenkmal

Das Baudenkmal


Das in seiner ursprünglichen Form erhaltende Funkhaus-Ost gehört bis heute zu den herausragenden Werken der DDR-Baukunst und steht als Kulturdenkmal-Unikat unter Denkmalschutz.

Laut Überlieferungen von Zeitzeugen waren für die Gesamtkonzeption des Gebäudeareals der Chefingenieur Gerhard Probst zusammen mit Architekt Franz Ehrlich verantwortlich. Für die bau- und raumaktustische Konzeption der leitende Akustiker Dr. Ing. Lothar Keibs und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Gisela Herzog, die alle Berechnungen, Messungen und die Bauüberwachung zur Aufgabe hatte; vorrangig ihrer Arbeit die weltweit geschätzte Akustik zu verdanken ist. Musikprofis zur Akustik


Fotos: Keshet Geschäftsführungs GmbH & Co. Rundfunk-Zentrum Berlin KG


Die einzelnen Gebäudeteile des Rundfunkzentrums Nalepastraße, die durch unterschiedlich gestaltete, fast brückenartige und teils von Säulen getragenen Übergänge alle miteinander verbunden sind, reihen sich um einen nach wie vor dominant wirkenden Turm des Hauptgebäudes, den so genannten Block A. Siehe auch Grafik auf der Website des Funkhauses: Bildlink

Was Besucher bei einem Rundgang vor Ort mitunter leicht zu verwirren scheint ist die Tatsache zu erkennen, dass der Architekt damals auf repräsentative Auffahrten und Zugänge verzichtete; sich beispielsweise der unauffällige Eingang hin zum Foyer und den zwei großen Sälen seitlich links des Produktionskomplexes B befindet.

Die architektonische Gestaltung mag überdies insofern überraschen, dass Franz Ehrlich wider Erwarten an einer modernen Grundhaltung als Alternative zu damals stalinistischen Baudoktrin festhielt und damit einer weit verbreiteten Strömung in der Baukunst der Zwischenkriegszeit folgte.




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Der Raum ist das Kleid der Musik | Fachbuch




Weitere Details zur Architektur und Franz Ehrlich auch im Feature von Regina Kusch und Andreas Beckmann:

Bauhaus, Buchenwald und Baudenkmäler
Die fantastische Karriere des Architekten Franz Ehrlich


Das Feature wurde erstmals am 7.11.2014 vom Deutschlandfunk ausgestrahlt. Auch wenn ein Nachhören auf der hauseigenem Website inzwischen nicht mehr möglich ist, damit leider auch nicht mehr die Stimmen von Zeitzeugen zu hören sind, können Sie sich das Feature-Manuskript als PDF bzw. Worddatei herunterladen: Weblink



"Einer der architektonischen Höhepunkte seiner Karriere war das Rundfunkzentrum in Berlin-Köpenick*, das er gemeinsam mit Gerhard Probst entwarf und errichtete."
Zitat von Bauhaus-online.

 




Im Bildfilm über die Architektur, Akustik, Studios und Geschichte des Funkhauses in der Nalepastraße sind sowohl Gisela Herzog als auch Gerhard Steinke zu hören | Geteiltes YouTube-Video*:




Im Video von 2014 sind manche Aussagen mitunter nicht mehr aktuell.




Gelände | Übersicht




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* Heute Bezirk Treptow-Köpenick | Ortsteil Oberschöneweide