Zeitreise durch das Funkhaus Ost | Berlin

Historie

Radio- und Funkhausgeschichte


Der Rundfunk der DDR bzw. der "Deutsche Demokratischer Rundfunk" waren die Bezeichnungen für den staatlichen Hörfunk in der DDR.

Ergänzende Infos zum Neuaufbau des Rundfunks durch die Alliierten [...]


Der Berliner Rundfunk als ältester Rundfunksender der DDR nahm seinen Anfang im Haus des Rundfunks an der Masurenallee.


Blick auf Block B anno 2001 | Foto © Elisabeth Heller

| Radiogeschichte 1945 - 1956 | Radio im Osten bis 1989 |


Hintergrundinformationen zu den 60er Jahren mit jeweils weiterführenden Links, Dokumenten und Hörzitaten finden Sie auf den Seiten des DRA:



Das Buch "Zwischen Pop und Propaganda" von Klaus Arnold und Christoph Claasen bringt im Grunde auch noch mal sehr genau auf den Punkt, vor welcher kaum lösbaren Aufgabe Rundfunkjournalisten in der DDR überhaupt standen und welchem Dilemma sie sich täglich befanden. Denn einesteils hatten sie den ideologischen Vorgaben der SED-Spitze zu genügen und gleichzeitig aber sollten sie durch unterhaltsame Programme verhindern, dass die Hörer zu Westsendern abwanderten.

Auch wenn ab der 70er des letzten Jahrhunderts zunehmend die Hörerwünsche bestimmten, was in Unterhaltungssendungen zur Ausstrahlung kam, änderte das nichts daran, dass das Informationsprogramm als solches nach wie vor strikt am Parteikurs und seinen Kampagnen ausgerichtet blieb.


Insgesamt arbeiteten auf dem Gelände des inzwischen ehemaligen DDR-Rundfunkzentrums etwa 3500 Personen in den Redaktionen sowie technischen Einrichtungen für Produktion, Übertragung und Verbreitung der Rundfunkprogramme (Studiotechnik). Dazu eine kurze Anmerkung eines Zeitzeugen [Audio] | Weblinks zu Wikipedia:



Für die Produktion und Beschaffung von Musik aller Genres, für den Austausch mit internationalen Rundfunkstationen sowie die Durchführung von Konzerten der rundfunkeigenen Klangkörper war im DDR-Rundfunk die Hauptabteilung Musik zuständig, die 1973 gegründet wurde.

Ebenso gehörten zu dieser Abteilung zwei Sinfonieorchester, zwei Chöre, zwei Unterhaltungsorchester, drei Tanzorchester und zwei Kinderchöre sowie fünf Produktionsabteilungen. Darüber hinaus die Tonregie, das Musik- und Notenarchiv, die Instrumentenverwaltung, die Abteilung Internationaler Musikaustausch sowie eine EDV-Abteilung.*






Grundlage dafür, dass der Sendebetrieb des DDR-Rundfunks endgültig eingestellt wurde und dadurch tausende Mitarbeiter, bis auf ganz wenige Ausnahmen, die das Glück hatten, in bestehende öffentlich-rechtliche Sendeanstalten übernommen zu werden, bereits ab Mitte des Jahres 1991 arbeitslos wurden, war der Artikel 36 des Einigungsvertrages.


Mehr zu besagtem Artikel 36 und wie es zum Ende der DDR-Medien überhaupt kam, können Sie in Teilen auch nachverfolgen in oben erwähntem, als auch im Buch "Deutschland einig Rundfunkland?" mit veröffentlichten Dokumenten aus dieser Zeit. Im Klappentext ist dort u. a. zu lesen:

"Eines der umstrittensten Kapitel der Deutschen Rundfunkgeschichte ist die Umgestaltung des ostdeutschen Rundfunksystems und seine Integration in eine gesamtdeutsche Medienlandschaft zwischen 1989 und 1991".

Ab der 99. Buchseite finden Sie dazu auch einen Beitrag von Christoph Singelnstein (1990/1991 geschäftsführender Intendant des Rundfunks der DDR). Weblink zu einer Leseprobe mit Ausschnitten daraus:
"Radio in der Wende"

Der andere Kanal - Titel einer internen Seite mit Verweisen auf weitere Publikationen bzw. Interviews als weitere Ergänzungen zum Kapitel Umgestaltung.






Dass zumindest der denkmalgeschützte Part überhaupt noch mal zum Leben erweckt wurde, war zunächst dem Investor Albert Ben-David zu verdanken, der 2006 dieses Anwesen erworben hatte.

Seit Mai 2015 wird das Gebäudeareal vom neuen Besitzer Uwe Fabich nicht mehr nur verwaltet, sondern bereits nach wenigen Wochen der Projektübernahme damit begonnen, Erhaltenswertes zu sanieren bzw. zu reaktivieren.






Ein Bildfilm über die Architektur, Akustik, Studios und Geschichte des Funkhauses in der Nalepastraße | Geteiltes YouTube-Video*:




Im Video von 2014 sind manche Aussagen mitunter nicht mehr aktuell.




Beiträge rund ums Funkhaus | Rundfunk

Geschichte in Momentaufnahmen

Grober Überblick | Rundfunkzentrum Nalepastraße





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