Zeitreise durch das Funkhaus Ost | Berlin

Rundfunkzentrum im Überblick

DDR Rundfunkzentrum Nalepastraße


Nalepastraße 10-50 | Zweifach-Klick zur Vergrößerung der Collage



Blick zum früheren Eingang des ehemaligen Rundfunkzentrums der DDR






Block A


Im Erdgeschoss waren das zentrale Musikarchiv und die Zentralkartei untergebracht sowie eine kleine Poststelle und Sparkasse.


Im ersten Obergeschoss des fünfgeschossigen Hauptgebäude des A-Blocks befanden sich die Programmproduktion und Sendebetrieb vom Sender Stimme der DDR - „Deutschlandsender" (heute "Deutschlandradio Kultur" im ehemaligen RIAS-Gebäude im Westteil der Stadt). Ebenso hatte dort der Auslanddienst Radio Berlin International seinen Sitz (heute befinden sich darin eingebaute Studios der seit 2013 niedergelassen englischen Musikakademie*). Abgewickelt wurde dieser Sender bereits am 2. Oktober 1990.


Block A | Haupthaus | 50er Jahre | ArtFunkhaus | dBs MUSIC


Die Räume im Obergeschoss waren u. a. den diversen Redaktionen sowie der Leitung des Hauses vorbehalten, die nicht zuletzt im so genannten Pillensaal zu Versammlungen und Konferenzen einlud.






Block B


Foyer Fensterfront
Foyer Fensterfront
Blick zur Fensterfront
Blick zur Fensterfront
Foyer Fensterfront
Foyer Fensterfront
Treppenaufgang früher
Treppenaufgang früher
Foyer Fensterfront
Foyer Fensterfront
Treppenaufgang
Treppenaufgang

Foyer im Block B | Bilder links und rechts: Archivaufnahmen | © Christian Schubert
Mitte: Bundesarchiv: Horst Storm 1956* | 1955*


Dieser einzigartige Studiokomplex war gedacht für die Musik- und künstlerischen Wortproduktionen. Sensitiv-Collage:



Im Produktionskomplex B befanden sich u. a. das Geräuschearchiv, befinden sich bis heute die Säle 1-4, die Hörspielkomplexe H1 und H2




Ausführliche Dokumentationen zum gesamten Produktionskomplex finden Sie im Buch "Der Raum ist das Kleid der Musik" [...].

Zeitzeuge Gerhard Steinke 2017:
"Es ist der größte zusammenhängende Komplex von Aufnahmestudios höchster Qualität (speziell seinerzeit für Rundfunk und Schallplatte) in Europa, darunter der größte und von vielen bedeutenden Künstlern und Orchestern weltweit als akustisch bester Saal eingeschätzte Aufnahmeraum eins." [...]







Block C


Im ebenfalls sehr kompakten Block C waren die sozialen und kulturellen Einrichtungen untergebracht. Dazu gehörten:

1. im Erdgeschoss der Küchentrakt, Speisesaal bzw. Kantine, Milchbar
(im Bild rechts inzwischen ein Foto von 1/2016)
2. im ersten Obergeschoss die Bücherei und der Kultursaal - der Saal 5 des gesamtes Rundfunkkomplexes
3. im zweiten Obergeschoss befand sich ein Friseur und ein Teil der Betriebspoliklinik.

 


ehemalige Kantine
ehemalige Kantine
Essensausgabe
Essensausgabe
Blick auf A und C
Blick auf A und C
Blick auf C
Blick auf C

links: Blick in die ehemalige Kantine vor der Renovierung im Jahr 2016 | dazugehörig rechts unten: Fensterfront hin zur ehemaligen Kantine unten und Kultursaal oben | Bild rechts oben zeigt den Übergang von Block A nach Block C






Block D


Im Erdgeschoss hatten sich der Kraftfahrpark und die mobile Übertragungstechnik angesiedelt. Daneben befand sich eine Lebensmittel-Verkaufsstelle; im Obergeschoss zusätzliche Räume der Betriebspoliklinik.


links: Blick auf Block D | rechts: Blick auf Block C mit Milchbar im Erdgeschoss






Block E-T


Dieser inzwischen zwar noch sichtbare, aber seit Jahrzehnten nicht mehr genutzte, dem Verfall preis gegebene Technikkomplex* beinhaltete alle Räumlichkeiten, die für die Programmproduktion und dem Sendebetrieb* folgender Sender unerlässlich waren:

1. Berliner Rundfunk, der sich nach der Wende privatisierte *
2. Radio DDR I - nach dem Mauerfall 1990 umbenannt in Radio Aktuell (abgewickelt am 31.12.1991)
3. Radio DDR II (abgewickelt 15.06.1990)
4. Jugendradio DT64 *


Nach der Abwicklung:
1. Rockradio Brandenburg "Fritz"
2. Radio Brandenburg


Blick zu E-R und E-T in Trabi-Zeiten
Blick zu E-R und E-T in Trabi-Zeiten
Blick zu E-T und E-R um 2003
Blick zu E-T und E-R um 2003
Blick zu E-T und E-R um 2003
Blick zu E-T und E-R um 2003

Blick auf die Blöcke E-T und E-R: früher (Trabi-Zeit und 2003) und heute






Weiterführende Infos:

  Momentaufnahmen 60er Jahre [...]
Anmerkungen zu Block E-T [...]

Weblink zu Wikipedia | Rundfunk der DDR [...]
Weblink zur Filmdokumentation | DT64 - Rock'n Roll und FDJ [...]
Weblink zur Filmdokumentation | Funkstille [...]





Block E-R


Im einstigen Redaktionskomplex befanden sich im Erdgeschoss die Räume der Programmproduktion. In den Obergeschosse eins bis vier die der einzelnen Redaktionen (siehe Technikkomplex).


Aus Befragungen erfuhr Zeitzeuge Wolhard Besser auch erst später, dass sich ein "Kellerstudio" unter dem Block E befand. Dort, wo es schon immer für alle sichtbar, eine nicht bezeichnete Stahltür gab, die demnach ins Ersatzstudio führte. Eines, welches nur für den Katastrophenfall gedacht war, um anfänglich die Rundfunkversorgung sicher zu stellen. Für den Kriegsfall war ein Studio in den Rauenschen Bergen eingerichtet worden. Dort hätte sich auch der Stab der NVA befunden: im so genannten "Fuchsbau", den schon die Wehrmacht errichtet hatte. Nach der Wende soll wohl Bundespräsident Weizäcker diese Kommando-Zentrale besichtigt haben.

Ebenfalls unter dem Block E befanden sich die "Sockel-Klause" und "Versorgungsgang" mit Material-Ausgabe u. ä..






Block F


In diesen Häusern befand sich die Betriebsfeuerwehr bzw. "Feuerwache" und der Betriebsschutz.






Block G


Ein damaliger Neubau hinter einer Baracke war als Verwaltungsgebäude gedacht. Nach der Abwicklung 1991 waren hier auch nur wenigen Etagen die Redaktionsräume für Rockradio Brandenburg "Fritz" und Radio Brandenburg eingerichtet worden.


U. a. mit der Kulturwelle Radio Brandenburg mit Chefredakteur Christoph Singelnstein, der Redaktion Zeitfunk mit Manfred Füger, dem Beauftragte von West-ARD-Anstalten, der den ORB in der "neuen Radioarbeit" unterstützen sollte. Die jeweils aktuell arbeitende Redaktionen hatten laut subjektiver Erinnerung ihren Sitz im Anbau des E-Blocks, in dem sich auch das zweite Musikarchiv befand. Zuvor war dieser Großraum mit Sekretariat der Arbeitsraum von Radio DDR-Zeitgeschehen, Magazin am Nachmittag /Aktuelle Politik am Wochenende, Redaktions- und CvD-Raum."


Ihre Sendestudios befanden sich nach wie vor in E-T.
Dort vermutlich in K11 oder K9.


Blick auf den Block G und eine vorgelagerte Baracke






Baracken


Zwei Baracken direkt neben dem Haupthaus A (siehe SkizzenCollage oben) waren für begrenzte Zeit das Zuhause der Musikredaktionen des Senders Radio DDR I und DDR II. Anfang der 80er des letzten Jahrhunderts wurden sie bereits abgerissen.


Musikbaracke hin zu A
Musikbaracke hin zu A
Musikbaracke von A aus
Musikbaracke von A aus

Blick auf die "Musikbaracken" und ihre Reste um 2010 mit Buchladen






Die bis dort angesiedelten Musikredaktionen zogen daraufhin in Baracken zwischen den Blöcken A, F und E (gegen Ende dann in die Räume des E-Blocks). In einer dieser Baracken befand sich auch ein Buchladen.


Rechts im Bild: Teile der ehemaligen Rundfunkakademie-Baracken um 2003


In Baracken hinter dem Block F waren nach der Wende - wenn die Erinnerung nicht täuscht - teils Redaktionen von DT64 untergebracht. Ebenso aber auch Räume für Physiotherapie und Verwaltungen.


2010: Reste der einstigen Rundfunkakademie aus verschiedenen Perspektiven







Durch Klick auf die Collage vergrößern Sie selbige





Aktuelle Zuständigkeiten vor Ort




Geschichte in Bildern im Überblick:


50er Jahre
50er Jahre
60er Jahre
60er Jahre
Um 1991
Um 1991
Nach 2001
Nach 2001
Nach 2010
Nach 2010





Alle Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Fotos: © Elisabeth Heller - aufgenommen 2010 und 2015 | ein Collagenfoto © Christian Henke | historische Fotos entstanden kurz vor und nach der Rundfunkabwicklung | Quelle der Kartenskizze unten: Hausarchiv | Überblicksskizze Block B in Anlehnung an eine Skizze aus dem Buch "Der Raum ist das Kleid der Musik" von Gerhard Steinke und Gisela Herzog, Seite 23





Wie die Gebäudeblöcke A bis D, die bis heute zu den denkmalgeschützten Bereich gehören, noch VOR dem neuen Besitzer beworben wurden, erfahren Sie [hier ...].


Wie derzeit insbesondere die Blöcke A und C von den neuen Mietern genutzt werden, wird u. a. auch nachvollziehbar beim Besuch der Partner-Site ArtFunkhaus.
Grundsätzlich aber erfahren Sie im wachsenden Maße auf der offiziellen Website des neuen Investors Uwe Fabich jeweils Aktuelles sowie Fotomaterial.






Die Herausgeberin der Zeitreisen-Webpräsenz freut sich über Zeitzeugen, die peu à peu helfen, die Seiten dieses Online-Portals mit historischen Dokumenten auch weiterhin zu füllen.

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