Zeitreise durch das Funkhaus Ost | Berlin

Der andere Kanal

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Möglicherweise können aus heutiger Sicht einige wenige Publikationen aus den 90ern zusätzlich dabei helfen, das eine oder andere besser einzuordnen und zu verstehen; damit etwas zu akzeptieren, was passierte, um genau das endgültig loslassen und den Blick wieder nach vorn einnehmen zu dürfen.


Zitat: Helmut Kopetzky:

"Ich habe eine Sendung darüber gemacht, wie der DDR-Rundfunk im Nullkommanix aufgelöst wurde.

Das Ende war vielleicht unvermeidbar, aber menschlich war das eine große Tragödie".

 

Zitat einer Zeitzeugin:
Da ist den Leuten überhaupt keine Chance gegeben wurden. Sondern eigentlich sind sie gebrochen worden - stärker als vorher. Also eigentlich ist ihnen nicht nur das Rückgrat, sondern auch das Genick mit gebrochen worden."


Der renommierter Feature-Autor* Helmut Kopetzky hat 40 Jahre Feature-Geschichte erlebt und mitgeschrieben. „Radiojahre“ | Werkstattgespräch


Insbesondere sei in dem Zusammenhang oben noch mal extra auf knapp fünf Seiten aus seinem frei publiziertem Buch "Radiojahre" hingewiesen, hier (ab Seite 255): Weblink






Zeitreisen empfiehlt an dieser Stelle auch die spannend zu lesende und reich bebilderte Chronik "Tonspuren", weil zwei Kapitel den Anfang (S. 71 "Die rote Insel") und Ende des DDR-Rundfunks (S. 129 "Wege zu Einheit") besonders ausführlich mit beschreiben.

Die Buchpremiere zu „Tonspuren – Das Haus des Rundfunks in Berlin“ fand Ende September 2010* im kleinen Sendesaal im Haus des Rundfunks statt. Dazu einen Weblink zu PodCasts von Jörg Wagner, eines ehemaligen DDR-Rundfunkkollegen (bitte ganz runterscrollen zu den letzten beiden Einträgen auf der Seite): PodCasts

Der Featureautor Wolfgang Bauernfeind ließ es sich natürlich nicht nehmen, das Buch auch noch zu "vertonen". Nachhören können Sie davon die sechs Ausgaben in der Mediathek der ARD auf der Website des SWR 2 Wisssen. Besonders zu empfehlen sind in Bezug auf das Verstehen von DDR-Rundfunkgeschichte Teil 1, Teil 5 und 6: Weblink

 




In der Sonderausgabe des "Medienmagazins" zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit erfahren Sie in einem Interview quasi "aus erster Hand", wie es zum Artikel 36 des Einigungsvertrages und dadurch zur Auflösung des DDR-Rundfunks kam. Weblink zu [www.wagner.tv ...]

V. l. n. r.: Adrian Garcia-Landa, Kiez.FM, Wolfgang Kohlhaase, Drehbuchautor, Joachim Walther, Schriftsteller, Peter Gotthardt, Komponist, Peter Kainz, Studio H2 | Foto © Elisabeth Heller | 02. 10. 2015

KiezFM e.V. hatte zu einem DDR-Hörspielabend mit anschließender Podiumsdiskussion, Musik und Tanz eingeladen. Siehe auch [...]






Das Buch "Zwischen Pop und Propaganda" von Klaus Arnold und Christoph Claasen bringt im Grundenoch mal sehr genau auf den Punkt, vor welcher kaum lösbaren Aufgabe Rundfunkjournalisten in der DDR standen und welchem Dilemma sie sich täglich befanden. Denn einesteils hatten sie den ideologischen Vorgaben der SED-Spitze zu genügen und gleichzeitig aber sollten sie durch unterhaltsame Programme verhindern, dass die Hörer zu Westsendern abwanderten.

Auch wenn ab der 70er des letzten Jahrhunderts zunehmend die Hörerwünsche bestimmten, was in Unterhaltungssendungen zur Ausstrahlung kam, änderte das nichts daran, dass das Informationsprogramm als solches nach wie vor strikt am Parteikurs und seinen Kampagnen ausgerichtet blieb.

Wie es letztendlich zum Ende der DDR-Medien überhaupt kam, können Sie in Teilen auch nachverfolgen in oben erwähntem sowohl im Buch "Deutschland einig Rundfunkland?" mit veröffentlichten Dokumenten aus dieser Zeit. Im Klappentext ist dort u. a. zu lesen:

"Eines der umstrittensten Kapitel der Deutschen Rundfunkgeschichte ist die Umgestaltung des ostdeutschen Rundfunksystems und seine Integration in eine gesamtdeutsche Medienlandschaft zwischen 1989 und 1991".

Ab der 99. Buchseite finden Sie dazu auch einen Beitrag von Christoph Singelnstein (1990/1991 geschäftsführender Intendant des Rundfunks der DDR). Weblink zu einer Leseprobe mit Ausschnitten daraus:
"Radio in der Wende"


Mehr zur ostdeutschen Rundfunkgeschichte des Hauses





l. i. B o.:.: Helmut Kopetzky, r. i. B. Wolfgang Bauernfeind während der "Langen Nacht des SFB-MDR-Features" 2002 im SFB | Foto © Elisabeth Heller | Weblink




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