Zeitreise durch das Funkhaus Ost | Berlin

SACRE AUF E

junge norddeutsche philharmonie


Ein Netzwerk junger Künstler hatte sich für das erste Augustwochenende 2016 vorgenommen, die Antennen für die Suche nach dem Konzerterlebnis der Zukunft im Funkhaus Berlin auszurichten:


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Klassik meets Club 2016
Strawinsky, Dutilleux, Mlynek/Maier-Hauff (Arr.)

Funkhaus Nalepastraße | Drinnen wie Draußen


"THIS IS NOT MUSIC – THIS IS A TRIP" | Fotos: © Elisabeth Heller

Klick: Festival-Windspiele

Bereits zum zweiten Mal präsentierte - dieses Mal nicht nur im, sondern auch vor dem Funkhaus die junge norddeutsche philharmonie (jnp) ein offenes, innovatives Konzertformat, das Junge und Alte, Kenner und Neulinge ansprechen soll. Und das tat es sehr erfolgreich.

 

Nicht zuletzt bestätigen genau das gleich zwei Berichte im Fernsehen des RBB, die leider nur eine Woche online abrufbar waren.






Vorab gab's einige Infos:

Klassik meets Club: Strawinsky, Dutilleux, Mlynek/Maier-Hauff (Arr.)

Dirigent: Christoph Altstaedt
Cello: Nicolas Altstaedt
Arrangement/Live-Elektronik: Marco Mlynek/Julian Maier-Hauff
Ensemble: Freesextett (Leitung: Juri de Marco)
Orchester: Junge Norddeutsche Philharmonie

PROGRAMM UND KÜNSTLER

15:30 Uhr
Draußen:
„#spreevergnügen" … Ankommen und Eingrooven zu elektronischen Klängen an der Spree, für das leibliche Wohl ist gesorgt.

17-18 Uhr
Großer Aufnahmesaal 1
Nicolas Altstaedt ist Solist inHenri DutilleuxsKonzert für Cello und Orchester

TOUT UN MONDE LOINTAIN, eines der Lieblingswerke von Nicolas.
Das Studio 1 wird dazu komplett verdunkelt, das Hören erreicht eine ganz andere, neue Intensität. Dutilleux, einer der herausragenden französischen Komponisten der Moderne, starb vor drei Jahren und hätte dieses Jahr seinen 100. Geburtstag erlebt.

Nicolas wurde als Sohn deutsch-französischer Eltern in Heidelberg geboren. Der heute 36-jährige gehörte zu den letzten Schülern Boris Pergamenschikows an der Musikhochschule Hanns Eisler Berlin.
Talent und Können bescherten ihm früh renommierte Auszeichnungen z. B. den Credit Suisse Young Artist Award 2010 im Wiener Musikverein, was im selben Jahr zu seinem Debüt bei den Wiener Philharmonikern beim Lucerne Festival führte. Kurz darauf wurde er in das BBC-ProgrammNew Generation Artistaufgenommen.
Inzwischen gastiert er bei den großen Orchestern der Welt. Christoph Altstaedt ist einer der inzwischen auch international gefragtesten Dirigenten der jüngeren Generation. Mit 26 Jahren war er bereits Kapellmeister am Münchner Gärtnerplatz-Theater.

www.harrisonparrott.com | www.nicolas-altstaedt.com

17-19 Uhr
Draußen:
Das Ensemble #freesextett unter der Leitung von Juri de Marco produziert live elektronische Klangwelten zwischen Tanzbarkeit und Anspruch, eine Mischung ausklassischem Erbe und modernen Beats.

Im erst vor kurzem gegründeten Ensemble mit Musikern der jnp, darunter z. B. die musikalischen Grenzgänger und Multita-lente Juri de Marco und Julian Maier-Hauff, wirken traditionelle Instrumente wie Geige, Tuba,Klavier, Flöte mitelek-tronischen Geräten zusammen.

www.about.me/juridemarco

20 Uhr
Großer Aufnahmesaal 1
LE SACRE DU PRINTEMP Strawinsky, gespielt von der jnp unter der Leitung von Christoph Altstaedt, steht eines der bekanntesten und immer noch vitalsten Werke der Klassik des 20. Jahrhunderts im Zentrum des Konzerts. Die Uraufführung 1913 war ein großer Skandal, weil Strawinsky damals unfassbar mutig und selbstbewusst Konventionen aufbrach und das traditionelle Klangbild für scharfe Rhythmik und Dissonanzen öffnete.
Für die jnp sind Strawinsky und seine Originalität mehr als nur die Noten auf dem Papier.

21 Uhr
Großer Aufnahmesaal 1
SACRE AUF E von Marco Mlynek und Julian Maier-Hauff für Orchester und Live-Elek-tronik–Speziell für das Konzert im Funkhaus kreierendie Soundkünstler Marco Mlynekund Julian Maier-Hauff eine von Strawinsky inspirierte Musik-Collage als teilweise spontanes, wildes Zusammenspiel von Orchester, Christoph Altstaedt und Elektro-Virtuosen.

Marco ist ausgebildeter Instrumentalist, Komponist und Arrangeur und hat am Jazz Conservatorium Maastricht studiert. Julian kommt von der Klassik, ließ den Konzertsaal hinter sich, um analternativen Orteneinen Bogen von klassischen Motiven zu neuen, zeitgemäßen Hörerlebnissen zu spannen. Julian wurde an der HfM Mannheim ausgebildet, tritt inzwischen weltweit auf und hat bereits sechs CDs veröffentlicht.

www.julianmaierhauff.com | www.marcomlynek.de

Ab 22 Uhr
Foyer im Haus B
AFTERSHOW mit DJ Julian Maier-Hauff–DieSchluss-Coda als Party, der finale Höhepunkt. Alle tanzen. Jede/r mit Jeder/m. Entgrenzung, Extase, Erschöpfung.

junge norddeutsche philharmonie
Nach sechs Jahren und deutschlandweiten Auftritte gilt die jnp als besonderes Orchester-Nachwuchsprojekt. Regelmäßige und besondere Partner sind bis heute die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und der Norddeutsche Rundfunk. Studierende norddeutscher Musikhochschulen vereinen sich in dem überregionalen Netzwerk projektweise für die Realisierung jugendlich-vitaler Klassik-Konzerte und innovativer Veranstaltungsformate.

Musik jenseits der Genregrenzen, namhafte Dirigenten und Solisten, flache Hierarchien und hohe Partizipation markieren das Profil dieses jungen Klangkörpers, der sich stetig zu einem festen Bestandteil der deutschen Musikszene entwickelt (Hauptförderer dieser Veranstaltung: Aventis Foundation).

www.junge-norddeutsche.de | Event auf Facebook


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