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Zeitreise

Eine Zeitreise durchs Funkhaus | Ost


Das 2009 auf ehrenamtlicher Basis ins Leben gerufene Online-Portal lädt ein zu einer allgemeinen Zeitreise durch das gesamte ehemalige DDR-Rundfunkzentrum in der Berliner Nalepastraße, in dem 40 Jahre lang insgesamt 3500 Personen rund um die Uhr aktiv waren.


Momentaufnahme vom 5. Februar 2019 | Foto: © Elisabeth Heller


Der Hauptsitz des DDR-Rundfunks in Berlin glich einer "kleinen Stadt in der Stadt" mit tausenden Mitarbeiter*innen in den Redaktionen der einzelnen Sender, Abteilungen der Studiotechnik/Produktion, Funkdramaturgie, Hauptabteilung Musik, Funkakademie sowie Archive inclusive derer, die in den Kantinen, der Milchbar, der Poliklinik, der Sauna, den kleinen Buch- und Lebensmittelladen, der Sparkasse, der Poststelle oder beim Friseur u. a. tätig waren.

Längst fielen die Redaktionshäuser und Sendestudios dem Vandalismus zum Opfer oder verschwanden teilweise sogar ganz. Glücklicherweise blieben davon die ursprünglichen Gebäude aus den 50ern des letzten Jahrhunderts verschont. Deren Blöcke A bis D stehen unter Denkmalsschutz und gelten als herausragenden Werke der DDR-Baukunst.


Screenshot-Weblink | Gebäude A bis D | Beachte: Mieterwechsel & Aufnahmejahr


Mittlerweile scheint sich speziell dieses Gebäudesensemble unter dem neuen Namen "Funkhaus Berlin" zu einem der angesagtesten Veranstaltungs- und auch Bildungsorte der Hauptstadt zu entwickeln.


Fotos | Collagen: © Elisabeth Heller | Foto 14 und 16: © Christian Henke


Das Gelände hin zum Wasser samt der restlichen Räumlichkeiten der denkmalgeschützten Häuser werden fast ausnahmslos wieder genutzt. Allen voran der "rund um den perfekten Ton konstruierte" größte Aufnahmesaal im Produktionskomplex B - ausschließlich angedacht für klassische Musikproduktionen. Von seiner "einmaligen Akustik" schwärmen welterfahrene Musikprofis der Klassik-Szene bis heute: Musikprofis zur Akustik


Die kleineren Musikaufnahmesäle drei und vier sowie die einstigen Hörspiel-Aufnahmestudios H1 und H2 im Block B waren seit den 90ern zumeist in privater Hand. Inzwischen (Stand 2018) sind nur noch der Saal 3 privat, die restlichen Aufnahmestudios temporär für unterschiedlichste Anlässe vermietet.


Funkhaus Berlin WS | Facebook | Instagram



Weniger bekannt war bisher gewesen, dass längst verlassene Redakteursräume und Studios im Hauptgebäude "Block A" seit längerem schon von Produzenten und Künstlern aus aller Welt | ArtFunkhaus | zu kleinen Ateliers, Probe- bzw. neuen Aufnahmestudios umfunktioniert worden waren; mittlerweile durch Um- und Ausbau noch mal ganz neu aufgeteilt bzw. erweitert wurden/werden.

Darüber hinaus bietet bereits seit 2013 dBs MUSIC u.a. auch Studiengänge für Tontechnik, Musik- und DJ- und Filmproduktionen an: Details


Baudenkmal
Baudenkmal
Geschichte
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Geländerübersicht
Geländerübersicht

Momentaufnahmen
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Internationale Mieter
Internationale Mieter
Zeitzeugen-LeseTipps
Zeitzeugen-LeseTipps


Der Kultursaal, die einstige Funkhauskantine im Erdgeschoss mit direktem Zugang zur so genannten "Kultmilchbar" im Haus C werden oftmals auch für Meetings und Feierlichkeiten angemietet.

Auf und im Haus D, in dem u. a. auch der Rundfunk-Fuhrpark untergebracht war, wird bereits seit 2015 weiter um- und ausgebaut für Messen, Großveranstaltungen oder auch Ausstellungen.


Dass der geschützte Part der vormaligen "Nachwende-Geisterstadt" trotzdem, erfreulicherweise und überhaupt noch mal zum Leben erweckt wurde, war zunächst dem Investor Albert Ben-David zu verdanken, der 2006 dieses Anwesen erworben hatte. Seit Mai 2015 werden die Häuser und Areal vom neuen Besitzer Uwe Fabich aber nicht mehr nur verwaltet. Stattdessen investiert er von Anfang an und mögliche Gewinne mehr und mehr in die denkmalgetreue Restaurierung.

Aktuelle Zuständigkeiten vor Ort ganz allgemein


Vielleicht sei an dieser Stelle auch noch der Hinweis darauf gestattet, dass die derzeitige Bezeichnung "Funkhaus Berlin" natürlich nichts mehr mit RundFUNK im herkömmlichen Sinne zu tun. Auch wenn in den ehemaligen Hörspielstudios ab und an noch produzierte Features, Hörspiele, Hörbücher sowie Musik in den heut noch bestehenden Sendeanstalten zu hören sind.





Die Herausgeberin der Zeitreisen-Webpräsenz freut sich über Zeitzeugen*innen, die peu à peu helfen, die Seiten dieses Online-Portals mit historischen Dokumenten auch weiterhin zu füllen.




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