Gestern

Gestern in der Nalepastraße 10-50



Zum Gestern der kleinen "Rundfunkstadt" gehörten neben den denkmalgeschützten Gebäuden A bis D noch viele andere. Beispielsweise jene, die aus bis heute schwer nachvollziehbaren Gründen dem Erdboden gleich gemacht wurden oder derzeit nur noch in entkernter Form als hässliche Ruinen überhaupt sichtbar sind. Noch! Aktuelle Zuständigkeiten

Die Rede ist dabei u. a. von den seit langem leerstehenden und dem Verfall preisgegebenen Blöcken E-T mit einstigen Sendestudios von insgesamt sechs Rundfunk-Programmen (Studiotechnik) sowie E-R (Gebäude mit Redaktionsräumen).





Übergang vom Block A zu Block B | Fotocollage © Elisabeth Heller


Erfreulicherweise blieben bis heute der in seiner Art weltweit einzigartige Produktionskomplex B sowie alle weiteren, funktional miteinander verbundenen Blöcke erhalten.

Damit auch ein wunderbares Gebäude-Ensemble, dessen architektonische Gestaltung allein schon deshalb überraschen mag, weil der Architekt und Bauhausschüler Franz Ehrlich als Alternative zu damals stalinistischen Baudoktrin an einer modernen Grundhaltung festhielt und damit vielmehr einer weit verbreiteten Strömung in der Baukunst der Zwischenkriegszeit folgte.

Bis heute gilt das unter Denkmalschutz stehende Funkhaus-Ost in seiner fast ursprünglichen Form als eines der herausragenden Werke der Baukunst der DDR überhaupt.

Von einer "einmaligen Akustik" schwärmen welterfahrene Musikprofis der Klassik-Szene über den Aufnahmesaal 1 im Gebäude B bis heute.
Damit im Zusammenhang stehend der Verweis auf die einzigartige Fachdokumentation von Gisela Herzog und Gerhard Steinke mit einem Gastbeitrag von Peter Burkowitz.





Musikprofis zur Akustik Der Raum ist das Kleid der Musik





Für die Produktion und Beschaffung von Musik aller Genres, für den Austausch mit internationalen Rundfunkstationen sowie die Durchführung von Konzerten der rundfunkeigenen Klangkörper war die Hauptabteilung Musik des DDR-Rundfunks zuständig.

Ebenso gehörten zu dieser Abteilung zwei Sinfonieorchester, zwei Chöre, zwei Unterhaltungsorchester, drei Tanzorchester und zwei Kinderchöre sowie fünf Produktionsabteilungen. Darüber hinaus die Tonregie, das Musik- und Notenarchiv, die Instrumentenverwaltung, die Abteilung Internationaler Musikaustausch sowie eine EDV-Abteilung.

Die Abteilungen Hörspiel, Feature, Internationale Funkdramatik, Unterhaltende Sendereihen, Hörspiele für Kinder, Sender/Regie und Produktion und Sendeleitung mit etwa 120 Mitarbeiter_Innen befanden sich unter dem Dach der Hauptabteilung Funkdramatik.*








Geschichte des Rundfunkhauses



Das Baudenkmal



Grober Überblick | Rundfunkzentrum der DDR



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© Elisabeth Heller | Zeitreise durch das Funkhaus Berlin-Ost | 2009 - 2017

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