Überblick

DDR Rundfunkzentrum Nalepastraße





Nalepastraße 10-50 | Zweifach-Klick zur Vergrößerung der Collage





Blick zum früheren Eingang des ehemaligen Rundfunkzentrums der DDR








Block A




Im Erdgeschoss waren das zentrale Musikarchiv und die Zentralkartei untergebracht sowie eine kleine Poststelle und Sparkasse.



Im ersten Obergeschoss des fünfgeschossigen Hauptgebäude des A-Blocks befanden sich die Programmproduktion und Sendebetrieb vom Sender Stimme der DDR - „Deutschlandsender" (heute "Deutschlandradio Kultur" im ehemaligen RIAS-Gebäude im Westteil der Stadt). Ebenso hatte dort der Auslanddienst Radio Berlin International seinen Sitz. Abgewickelt wurde dieser Sender bereits am 2. Oktober 1990.





Block A | Haupthaus | 50er Jahre | ArtFunkhaus | dBs MUSIC



Die Räume im Obergeschoss waren u. a. den diversen Redaktionen sowie der Leitung des Hauses vorbehalten, die nicht zuletzt im so genannten Pillensaal zu Versammlungen und Konferenzen einlud.









Block B




Foyer Fensterfront
Foyer Fensterfront
Blick zur Fensterfront
Blick zur Fensterfront
Foyer Fensterfront
Foyer Fensterfront
Treppenaufgang früher
Treppenaufgang früher
Foyer Fensterfront
Foyer Fensterfront
Treppenaufgang
Treppenaufgang

Foyer im Block B | Bilder links und rechts: Archivaufnahmen | © Christian Schubert
Mitte: Bundesarchiv: Horst Storm 1956* | 1955*



Dieser einzigartige Studiokomplex war gedacht für die Musik- und künstlerischen Wortproduktionen. Sensitiv-Collage:






Im Produktionskomplex B befanden sich u. a. das Geräuschearchiv, befinden sich bis heute die Säle 1-4, die Hörspielkomplexe H1 und H2









Ausführliche Dokumentationen zum gesamten Produktionskomplex finden Sie im Buch "Der Raum ist das Kleid der Musik" [...].

Zeitzeuge Gerhard Steinke 2017:
"Es ist der größte zusammenhängende Komplex von Aufnahmestudios höchster Qualität (speziell seinerzeit für Rundfunk und Schallplatte) in Europa, darunter der größte und von vielen bedeutenden Künstlern und Orchestern weltweit als akustisch bester Saal eingeschätzte Aufnahmeraum eins." [...]











Block C





Im ebenfalls sehr kompakten Block C waren die sozialen und kulturellen Einrichtungen untergebracht.

Dazu gehörten u.a.:

1. im Erdgeschoss der Küchentrakt, Speisesaal bzw. Kantine, Milchbar

2. im Obergeschoss Bücherei, Kultursaal (Saal5), Friseur, Teil der Betriebspoliklinik




ehemalige Kantine
ehemalige Kantine
Essensausgabe
Essensausgabe
Blick auf A und C
Blick auf A und C
Blick auf C
Blick auf C

links: Blick in die ehemalige Kantine vor der Renovierung im Jahr 2016 | dazugehörig rechts unten: Fensterfront hin zur ehemaligen Kantine unten und Kultursaal oben | Bild rechts oben zeigt den Übergang von Block A nach Block C








Block D



Im Erdgeschoss hatten sich der Kraftfahrpark und die mobile Übertragungstechnik angesiedelt. Daneben befand sich eine HO-Lebensmittel-Verkaufsstelle; im Obergeschoss zusätzliche Räume der Betriebspoliklinik.





links: Blick auf Block D | rechts: Blick auf Block C mit Milchbar im Erdgeschoss







Block E-T



Dieser inzwischen zwar noch sichtbare, aber seit Jahrzehnten nicht mehr genutzte, dem Verfall preis gegebene Technikkomplex* beinhaltete alle Räumlichkeiten, die für die Programmproduktion und dem Sendebetrieb* folgender Sender unerlässlich waren:

1. Berliner Rundfunk, der sich nach der Wende privatisierte *
2. Radio DDR I - nach dem Mauerfall 1990 umbenannt in Radio Aktuell (abgewickelt am 31.12.1991)
3. Radio DDR II (abgewickelt 15.06.1990)
4. Jugendradio DT64 *



Nach der Abwicklung:
1. Rockradio Brandenburg "Fritz"
2. Radio Brandenburg




Blick zu E-R und E-T in Trabi-Zeiten
Blick zu E-R und E-T in Trabi-Zeiten
Blick zu E-T und E-R um 2003
Blick zu E-T und E-R um 2003
Blick zu E-T und E-R um 2003
Blick zu E-T und E-R um 2003

Blick auf die Blöcke E-T und E-R: früher (Trabi-Zeit und 2003) und heute








Weiterführende Infos:



  Momentaufnahmen 60er Jahre [...]
Anmerkungen zu Block E-T [...]

Weblink zu Wikipedia | Rundfunk der DDR [...]
Weblink zur Filmdokumentation | DT64 - Rock'n Roll und FDJ [...]
Weblink zur Filmdokumentation | Funkstille [...]







Block E-R



Im einstigen Redaktionskomplex befanden sich im Erdgeschoss die Räume der Programmproduktion. In den Obergeschosse eins bis vier die der einzelnen Redaktionen (siehe Technikkomplex).



Aus Befragungen erfuhr Zeitzeuge Wolhard Besser auch erst später, dass sich ein "Kellerstudio" unter dem Block E befand. Dort, wo es schon immer für alle sichtbar, eine nicht bezeichnete Stahltür gab, die demnach ins Ersatzstudio führte. Eines, welches nur für den Katastrophenfall gedacht war, um anfänglich die Rundfunkversorgung sicher zu stellen. Für den Kriegsfall war ein Studio in den Rauenschen Bergen eingerichtet worden. Dort hätte sich auch der Stab der NVA befunden: im so genannten "Fuchsbau", den schon die Wehrmacht errichtet hatte. Nach der Wende soll wohl Bundespräsident Weizäcker diese Kommando-Zentrale besichtigt haben.

Ebenfalls unter dem Block E befanden sich die "Sockel-Klause" und "Versorgungsgang" mit Material-Ausgabe u. ä..








Block F



In diesen Häusern befand sich die Betriebsfeuerwehr bzw. "Feuerwache" und der Betriebsschutz.








Block G



Ein damaliger Neubau hinter einer Baracke war als Verwaltungsgebäude gedacht. Nach der Abwicklung 1991 waren hier auch nur wenigen Etagen die Redaktionsräume für Rockradio Brandenburg "Fritz" und Radio Brandenburg eingerichtet worden.



U. a. mit der Kulturwelle Radio Brandenburg mit Chefredakteur Christoph Singelnstein, der Redaktion Zeitfunk mit Manfred Füger, dem Beauftragte von West-ARD-Anstalten, der den ORB in der "neuen Radioarbeit" unterstützen sollte. Die jeweils aktuell arbeitende Redaktionen hatten laut subjektiver Erinnerung ihren Sitz im Anbau des E-Blocks, in dem sich auch das zweite Musikarchiv befand. Zuvor war dieser Großraum mit Sekretariat der Arbeitsraum von Radio DDR-Zeitgeschehen, Magazin am Nachmittag /Aktuelle Politik am Wochenende, Redaktions- und CvD-Raum."



Ihre Sendestudios befanden sich nach wie vor in E-T.
Dort vermutlich in K11 oder K9.





Blick auf den Block G und eine vorgelagerte Baracke








Baracken



Zwei Baracken direkt neben dem Haupthaus A (siehe SkizzenCollage oben) waren für begrenzte Zeit das Zuhause der Musikredaktionen des Senders Radio DDR I und DDR II. Anfang der 80er des letzten Jahrhunderts wurden sie bereits abgerissen.




Musikbaracke hin zu A
Musikbaracke hin zu A
Musikbaracke von A aus
Musikbaracke von A aus

Blick auf die "Musikbaracken" und ihre Reste um 2010 mit Buchladen








Die bis dort angesiedelten Musikredaktionen zogen daraufhin in Baracken zwischen den Blöcken A, F und E (gegen Ende dann in die Räume des E-Blocks). In einer dieser Baracken befand sich auch ein Buchladen.





Rechts im Bild: Teile der ehemaligen Rundfunkakademie-Baracken um 2003



In Baracken hinter dem Block F waren nach der Wende - wenn die Erinnerung nicht täuscht - teils Redaktionen von DT64 untergebracht. Ebenso aber auch Räume für Physiotherapie und Verwaltungen.







2010: Reste der einstigen Rundfunkakademie aus verschiedenen Perspektiven










Durch Klick auf die Collage vergrößern Sie selbige






Aktuelle Zuständigkeiten vor Ort






Alle Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Fotos: © Elisabeth Heller - aufgenommen 2010 und 2015 | ein Collagenfoto © Christian Henke | historische Fotos entstanden kurz vor und nach der Rundfunkabwicklung | Quelle der Kartenskizze unten: Hausarchiv | Überblicksskizze Block B in Anlehnung an eine Skizze aus dem Buch "Der Raum ist das Kleid der Musik" von Gerhard Steinke und Gisela Herzog, Seite 23







Wie die Gebäudeblöcke A bis D, die bis heute zu den denkmalgeschützten Bereich gehören, noch VOR dem neuen Besitzer beworben wurden, erfahren Sie [hier ...].



Wie derzeit insbesondere die Blöcke A und C von den neuen Mietern genutzt werden, wird u. a. auch nachvollziehbar beim Besuch der Partner-Site ArtFunkhaus.
Grundsätzlich aber erfahren Sie im wachsenden Maße auf der offiziellen Website des neuen Investors Uwe Fabich jeweils Aktuelles sowie Fotomaterial.








Die Herausgeberin der Zeitreisen-Webpräsenz freut sich über Zeitzeugen*innen, die peu à peu helfen, die Seiten dieses Online-Portals mit historischen Dokumenten auch weiterhin zu füllen.






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© Elisabeth Heller | Zeitreise durch das Funkhaus Berlin-Ost | 2009 - 2017

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